.serp-Dateierweiterung

Wenn Sie über die .serp-Dateierweiterung besorgt sind, hat Ihr Betriebssystem höchstwahrscheinlich eine Fehlfunktion, die von Malware verursacht wird. Das Vorhandensein der .serp-Dateierweiterung deutet darauf hin, dass eine Ransomware-Infektion namens Serpent auf Ihrem PC läuft. Sie sollten ohne lange nachzudenken und ohne zu zögern etwas unternehmen, um die Infektion zu entfernen, die Ihre Daten permanent verschlüsselt hat, es sei denn, Sie führen regelmäßig Backups von Ihren Dateien durch.

Wie der Name des Bedrohungstyps schon sagt, besteht ihr Zweck darin, den Benutzer zu hintergehen, damit er ein Lösegeld bezahlt. Im Fall der .serp-Dateierweiterung, oder besser gesagt der Serpent Ransomware, werden ca. 900 Arten von Erweiterungen, einschließlich .jpeg, .mp3, .mp4, .pfd, .doc und .java, mithilfe der AES256- und RSA2048-Verschlüsselung verschlüsselt. Das bedeutet, dass Sie keinen Zugriff mehr auf Ihre persönlichen Daten haben, und wenn Sie keine Kopien von den verschlüsselten Dateien haben, sollten Sie damit beginnen, einen Backup von Ihren Daten zu erstellen, sobald Sie sichergestellt haben, dass die Serpent Ransomware samt ihren .serp-Dateierweiterungen aus dem Computer entfernt worden ist.

Nachdem die Serpent Ransomware eine Reihe von Dateien verschlüsselt hat, ändert sie die Dateinamen, indem sie die Erweiterung „.serpent“ oder „.serp“ an die vorhandene Erweiterung anhängt. Das führt dazu, dass eine Datei namens „4.png“ zu „4.png.serpent“ umbenannt würde. Außerdem löscht die Serpent Ransomware zusammen mit diesen erweiterungsbezogenen Änderungen die Windows-Volume-Schattenkopien, die das Backup-Verfahren erleichtern würden.

Außerdem fügt diese Infektion nicht nur die .serp-Dateierweiterung an und verschlüsselt Daten, sondern erstellt auch .txt-Dateien im Desktop-, Bilder- und Dokumente-Ordner, die Informationen über die Verschlüsselung und darüber, wie der Zugriff auf die verschlüsselten Daten wiederhergestellt werden kann, enthalten.

Zusätzlich zu der Verschlüsselung beendet diese heimtückische Infektion eine ganze Reihe von Prozessen, einschließlich mydesktopservice.exe, firefoxconfig.exe, sqlagent.exe und vielen anderen. Ihre Reaktion auf die durchgeführten Änderungen sollte die Entfernung der Infektion sein, und je schneller Sie reagieren, desto schneller können Sie das Internet wieder sicher verwenden.

Um Sie nachdrücklich zum Handeln aufzufordern, erstellt die Infektion sobald das System startet einen Registry-Schlüssel, der eine Warnung über dem gesamten Bildschirm anzeigt, die Informationen über die Datenverschlüsselung enthält. Genauer gesagt wird die unerwünschte Datei im %AppData%-Ordner erstellt. Diejenigen, die noch nie etwas von Ransomware-Infektionen gehört haben, könnten auf diesen Trick hereinfallen und übereilt die Anweisungen befolgen, laut denen das Opfer verpflichtet ist, Bitcoins (BTC) zu kaufen. Der Benutzer des betroffenen Computers hat angeblich zwei Optionen, und zwar innerhalb von 7 Tagen oder später zu bezahlen. Der einzige Unterschied besteht im Preis der Entschlüsselung, der entweder 0,75 Bitcoins (ca. 700 EUR) oder 2,25 Bitcoins (2130 EUR) beträgt. Es hat keinen Sinn, ein Bitcoin-Wallet einzurichten und diese innovative Währung zu kaufen, weil niemand garantieren kann, dass die Angreifer auf die Zahlung hin Ihre Daten entschlüsseln werden.

Da der Preis auch in Euro angegeben ist, deutet dies darauf hin, dass diese Ransomware Europäer angreift. Genauer gesagt wurde festgestellt, dass Computer mit dänischen IPs angegriffen werden. Auch Computer, die sich in anderen Ländern befinden, können mit der Serpent Ransomware infiziert werden, aber es wird keine Verschlüsselung durchgeführt. Die Untersuchung hat gezeigt, dass das Programm für die .serp-Dateierweiterungen keine Änderungen an Computern durchführt, die sich in Russland, Moldawien, Weißrussland, Georgien, Kirgisistan, Turkmenistan, Armenien, Aserbaidschan und Tadschikistan befinden. Obwohl keine signifikanten Änderungen an den Betriebssystemen in den aufgeführten Ländern vorgenommen werden, wird die Entfernung der Serpent Ransomware dringend empfohlen.

Cyberkriminelle versuchen, neue Wege zu finden, Malware in Betriebssysteme zu infiltrieren. Manchmal reicht es aus, aus Versehen auf einen einzigen schädlichen Link zu klicken, um das System zu infizieren, aber im Fall der Serpent Ransomware kann ein Benutzer leicht dazu verleitet werden, eine Reihe von irreführenden Anweisungen zu befolgen. Die Dateierweiterungen werden zu .serp geändert, nachdem eine betrügerische E-Mail mit der Betreffzeile „idste påmindelse for udestående faktura 1603750“ geöffnet wurde. Der Benutzer wird aufgefordert, auf einen Link zu klicken und eine Word-Datei herunterzuladen, in der er die Makro-Sicherheit aktivieren soll. Indem der Besitzer des PCs auf die Schaltfläche Inhalt aktivieren klickt, wird der Download und die Installation der Serpent Ransomware bewirkt.

Sie bemerken vielleicht nicht die Änderungen, die an den Dateierweiterungen durchgeführt werden, aber es ist nicht unmöglich, zu bemerken, dass ein genehmigtes Schadprogramm auf dem PC ausgeführt wird. Sobald Sie feststellen, dass Sie für das Recht, Ihre eigenen Dateien zu verwenden, bezahlen sollen, ist es an der Zeit, die Ursache des Problems zu entfernen. Unser Team rät Ihnen davon ab, die Ransomware manuell zu entfernen, sondern empfiehlt Ihnen, ein leistungsstarkes Antimalware-Tool einzusetzen, damit keine unerwünschten Dateien im System verbleiben. Wenn Sie außerdem ein anerkanntes Tool zur Malware-Entfernung wählen, werden Sie in Zukunft gegen unerwünschte Online-Sicherheitsprobleme geschützt sein.

Wie man die Serpent Ransomware entfernt

  1. Drücken Sie Win+R.
  2. Geben Sie %AppData% ein und drücken Sie die Eingabetaste, um auf den Roaming-Ordner zuzugreifen.
  3. Löschen Sie den Ordner, der die Datei der Serpent-Malware enthält. Beachten Sie, dass der Ordner und die Datei darin zufallsgenerierte Namen haben.
  4. Löschen Sie in demselben Roaming-Ordner einen weiteren Ordner mit zufallsgeneriertem Namen.
  5. Folgen Sie dem angegebenen Pfad, um die .vbs-Datei mit zufallsgeneriertem Namen im Autostart-Ordner zu löschen.

    %UserProfile%\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Startup\[random].vbs

  6. Löschen Sie auch die übrigen verdächtigen Dateien, die Sie auf dem PC finden.
  7. Leeren Sie den Papierkorb.

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