FinFisher

FinFisher ist eine Überwachungsanwendung, die von einem in UK ansässigen, in mehreren verschiedenen Ländern tätigen Unternehmen namens Gamma International entwickelt wurde, und das Computer-Infiltrierungssysteme, Software-Exploits und Überwachungssysteme, die auf Computern mit OS X, Windows und Linux laufen, erstellt und verkauft. Einige ähnliche Systeme werden auch für Android, iOS, Windows-Mobile-Geräte, BlackBerry und Symbian erstellt.

Das FinFisher-Programm, das auch als SpyFiles bekannt ist, hat im Dezember 2011 viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als WikiLeaks einen Bericht veröffentlicht hat, in dem Informationen über FinFishers Produkte und Geschäfte enthüllt wurden. Seit der ersten Veröffentlichung von SpyFiles wurden viele Berichte veröffentlicht, um die Welt über FinFisher-Produkte in verschiedenen Ländern sowie dessen Verwendung gegen Aktivisten, Journalisten usw. zu informieren.

Das FinFisher-Programm kann auch von großen Unternehmen verwendet werden, um Mitarbeiter zu überwachen, und es wird behauptet, dass das FinFisher-Überwachungsprogramm verwendet wird, um Einzelpersonen, Polizeibehörden und Regierungen auf der ganzen Welt nachzuspionieren, darunter die niederländischen Streitkräfte und die Regierungen von Italien und Bosnien. Die Verwendung des FinFisher-Programms hat viele Debatten in Gang gesetzt, weil einige Leute es als Malware betrachten, während andere es als ein legitimes Programm betrachten.

Die FinFisher-Lizenzverkäufe belaufen sich schätzungsweise auf 48 bis 98 Millionen Euro.

Es wurde berichtet, dass FinFisher ein Programm namens FinFisher FinSpy PC für Windows-Betriebssysteme besitzt. Das Programm wird heimlich auf einen Computer installiert, und nach der Installation beginnt das Programm, Dateien und Programme, einschließlich Skype-Anrufe, E-Mails sowie über die Webcam und das Mikrofon übermittelte Video- und Audio-Daten, zu kontrollieren und zu überwachen. Das Programm soll auch in der Lage sein, verschlüsselte Kommunikationen aufzuzeichnen. Berichten zufolge können ahnungslose Computer-Benutzer FinFisher installieren, indem sie auf einen einfachen Link klicken oder einen E-Mail-Anhang extrahieren, was eine übliche Methode für die Verbreitung von Malware ist.

Außerdem wird FinFisher beschuldigt, seine Software an die aggressivsten Regime zu verkaufen. Nach einer Studie darüber, wie Deutschland Unternehmen Lizenzen zur Verfügung stellt, um Überwachungstechnologien weltweit zu exportieren, hat es sich herausgestellt, dass Deutschland abgestritten hat, Anfragen von Gamma erhalten zu haben, seine Programme an Bahrain und Äthiopien zu exportieren, von denen angenommen wird, dass sie FinFisher-Produkte ohne eine Export-Lizenz verwenden. Man hat festgestellt, dass FinFisher Überwachungssoftware an eine Reihe von Ländern ohne eine Lizenz exportiert hat.

Um Programme zu verhindern, die Tastaturklicks verfolgen und Screenshots machen, ist es wichtig, das System geschützt zu halten und das Surfverhalten zu durchdenken. Verdächtige Pop-ups und Links, E-Mail-Anhänge und Websites zur Freeware-Verbreitung sollten so gut wie möglich vermieden werden, weil manchmal ein einziger Klick einen großen Schaden verursachen und schwerwiegende Folgen in Bezug auf die persönliche Privatsphäre haben kann.

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