Bing Redirect Virus

Der Bing Redirect Virus ist keine Infektion, die Sie auf dem Betriebssystem vorfinden wollen. Gemäß der aktuellen Forschung ist diese Infektion lediglich eine weitere Version des berüchtigten Google Redirect Virus, über den wir früher berichtet haben, sowie des Yahoo Redirect Virus. Es muss nicht erwähnt werden, dass die Infektion ihren Namen erhalten hat, weil sie für das Hijacking von Browsern, die vom Bing-Suchanbieter betrieben werden, berüchtigt ist. Leider ist diese Infektion kein gewöhnlicher Hijacker, und steht mit einer Anzahl von verschiedenen Prozessen in Verbindung. Wie Sie sich vorstellen können, ist das Entfernen des Bing Redirect Virus ziemlich kompliziert.

Die Infiltrierung durch den Bing Redirect Virus kann ein Geheimnis bleiben, weil eine Anzahl von verschiedenen Tricks verwendet werden könnte, um dieses schädliche Programm zu verbreiten. Unsere Experten für virtuelle Sicherheit warnen davor, dass Trojaner, Adware und sogar andere Browser-Hijacker verwendet werden könnten, um den Bing Redirect Virus auf den Browsern Google Chrome, Mozilla Firefox und Internet Explorer zu aktivieren. Wenn das Entfernen dieser Infektion Ihnen nicht bereits Probleme bereitet hat, raten wir Ihnen, keine verdächtigen Anhänge zu öffnen, willkürlich auf Links zu klicken, gebündelte Installer auszuführen oder irreführenden Werbeanzeigen zu vertrauen.

Es wurde entdeckt, dass der Bing Redirect Virus gewöhnlich gebündelt mit dem Alureon-Trojaner installiert wird, der auch als Trojan.TDSS oder W32.Tidserv bekannt ist. Das ist eine Rootkit-Infektion, die äußerst schwer aus dem PC zu löschen ist, weil sie ihre Prozesse und Dateien tarnen kann, um einer Löschung zu entgehen. Wenn Sie diesen tückischen Trojaner aber nicht löschen, könnten leider private Informationen, die während des verdeckten Angriffs auf dem Computer gespeichert sind oder geteilt werden, gesammelt und weitergegeben werden. Es erübrigt sich zu sagen, dass der Trojaner höchst gefährlich für die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten ist, weshalb Sie ihn so schnell wie möglich entfernen müssen.

Obwohl der Bing Redirect Virus nicht die gefährlichste Infektion auf dem Computer sein mag, besteht kein Zweifel darüber, dass diese Bedrohung Ihr Surfen im Web auf ernsthafte Weise stören kann. Wenn die Infektion vorhanden ist, werden Sie aufgrund der abrupten Weiterleitungen zu unzuverlässigen Websites und der willkürlichen Überflutung mit Werbeanzeigen nicht in der Lage sein, im Web zu surfen. Wenn Sie den Bing Redirect Virus nicht entfernen, könnten die angezeigten Werbeanzeigen dafür verwendet werden, zusätzliche Drive-by-Download-Betrügereien zu aktivieren und zusätzliche Malware zu installieren. Wenn Sie die hereinströmenden Werbeanzeigen beseitigen wollen, müssen Sie die Plugins, die mit dem Hijacker in Verbindung stehen, sowie die Infektion selbst entfernen.

Die nachstehenden Anweisungen für das manuelle Entfernen werden Ihnen dabei helfen, den Bing Redirect Virus aus den Browsern zu löschen. Diese Anleitung ist nicht optional, und Sie müssen jeden einzelnen Schritt durchführen, um die Bedrohungen zu beseitigen. Danach müssen Sie auf jeden Fall eine Software zur automatischen Entfernung von Malware installieren. Diese Software ist für das erfolgreiche Entfernen des Hijackers, des möglicherweise vorhandenen Trojaners und anderer verbliebener Infektionen notwendig. Zögern Sie das Entfernen nicht länger hinaus und beginnen Sie mit den nachstehenden Anleitungen.

Anleitung zur Entfernung des Bing Redirect Virus

Ändern der Proxy-Einstellungen

Internet Explorer:

  1. Öffnen Sie den Browser und drücken Sie dann gleichzeitig Alt+X.
  2. Wählen Sie Internetoptionen im Extras-Menü.
  3. Klicken Sie auf den Tab Verbindungen und klicken Sie auf die Schaltfläche LAN-Einstellungen.
  4. Deaktivieren Sie das Kästchen unter Proxyserver und klicken Sie auf OK.

Mozilla Firefox:

  1. Öffnen Sie den Browser und drücken Sie dann gleichzeitig Alt+X.
  2. Wählen Sie Einstellungen im Extras-Menü.
  3. Klicken Sie den Tab Erweitert und klicken Sie dann den Tab Netzwerk.
  4. Wählen Sie nun Einstellungen und klicken Sie auf Manuelle Proxy-Konfiguration.
  5. Geben Sie die Informationen ein und klicken Sie auf OK.

Google Chrome:

  1. Öffnen Sie den Browser und drücken Sie dann gleichzeitig auf Alt+F.
  2. Wählen Sie Einstellungen im Menü rechts auf der Seite.
  3. Scrollen Sie im Menü hinunter und klicken Sie auf Erweiterte Einstellungen anzeigen.
  4. Navigieren Sie zu Netzwerk und klicken Sie auf Proxy-Einstellungen ändern.
  5. Klicken Sie auf den Tab Verbindungen und klicken Sie dann auf LAN-Einstellungen.
  6. Deaktivieren Sie das Kästchen unter Proxyserver und klicken Sie auf OK.

Unerwünschte Browser-Erweiterungen löschen

Löschen aus dem Internet Explorer

  1. Öffnen Sie den Browser und drücken Sie dann gleichzeitig Alt+X.
  2. Wählen Sie Add-Ons verwalten im Extras-Menü.
  3. Wählen Sie Symbolleisten und Erweiterungen im Menü auf der linken Seite.
  4. Deaktivieren Sie die unerwünschten Add-ons und klicken Sie auf Schließen.

Löschen aus Mozilla Firefox:

  1. Öffnen Sie den Browser und drücken Sie dann gleichzeitig auf Strg+Shift+A.
  2. Wenn der Add-ons-Manager auftaucht – klicken Sie auf Erweiterungen.
  3. Entfernen/Deaktivieren Sie jetzt die unerwünschten Browser-Plugins.

Löschen aus Google Chrome:

  1. Öffnen Sie den Browser und geben Sie chrome://extensions/ in das Adressfeld ein.
  2. Finden Sie die unerwünschte Erweiterung, die Sie entfernen möchten und klicken Sie auf das Papierkorb-Symbol.
  3. Wählen Sie Entfernen und starten Sie den Browser neu.

Ändern der PCP/IP-Einstellungen

Windows XP:

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Start linkst auf der Taskleiste und wählen Sie Systemsteuerung.
  2. Gehen Sie zu Netzwerkverbindungen und rechtsklicken Sie auf die entsprechende LAN-Verbindung.
  3. Wählen Sie Eigenschaften, klicken Sie auf Internetprotokoll (TCP/IP) und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Eigenschaften.
  4. Wählen Sie IP-Adresse automatisch beziehen und DNS-Serveradresse automatisch beziehen. Klicken Sie auf OK.

Windows 7:

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Windows auf der Taskleiste und wählen Sie Systemsteuerung.
  2. Geben Sie Adapter in das Suchfeld ein und drücken Sie die Eingabetaste (Enter).
  3. Navigieren Sie zu Netzwerk- und Freigabecenter und klicken Sie auf Netzwerkverbindungen anzeigen.
  4. Rechtsklicken Sie auf die entsprechende Verbindung und wählen Sie Eigenschaften für weitere Optionen.
  5. Wählen Sie Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) oder Internetprotokoll Version 6 (TCP/IPv6).
  6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften und wählen Sie IP-Adresse automatisch beziehen und DNS-Serveradresse automatisch beziehen. Klicken Sie auf OK.

Windows Vista:

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Windows auf der Taskleiste und wählen Sie Systemsteuerung.
  2. Gehen Sie zu Netzwerk und Internet und finden Sie das Netzwerk- und Freigabecenter.
  3. Klicken Sie auf Netzwerkverbindungen verwalten.
  4. Wählen Sie jetzt Eigenschaften und klicken Sie auf den Tab Netzwerk.
  5. Wählen Sie Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) oder Internetprotokoll Version 6 (TCP/IPv6).
  6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften und wählen Sie IP-Adresse automatisch beziehen und DNS-Serveradresse automatisch beziehen. Klicken Sie auf OK.

Ändern der Hostdatei

  1. Öffnen Sie den Windows-Explorer und geben Sie C:\Windows\system32\drivers\etc in das Adressfeld ein.
  2. Öffnen Sie die Hostdatei mit dem Notepad.

Entfernen Sie den Text nach 127.0.0.1 localhost oder ::1 und speichern Sie die Änderungen.

1 Antwort für “Bing Redirect Virus”

  1. Albrecht says:

    Bei mir (Win10) half dies alles nicht. Nur das konsequente entfernen aller Cookies, zurückstellen der DNS-Server und löschen der firefox.lnk aus dem windows startmenue-Verzeichnis.

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